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In our last experimental post, we aimed to provide you with a impulse to question your ego. But why think so small? Let’s expand this idea to the universe, to the world around you.
As always, you need nothing but yourself for this experiment. You can be anywhere; it doesn’t need to be quiet or dark. On the contrary, it works better when you’re able to gather many impressions around you, such as during a walk.
Before you begin (for example, start your walk), let your thoughts be, without following up on them. Observe them from their inception to their arbitrary disappearance. Do not judge them, simply let them exist. It helps to keep your eyes closed for a while. When they are closed, listen and feel what emerges in your stream of consciousness. What appears besides your thoughts? Maybe you feel happy and energized, or perhaps tired, grumpy, or even depressed – all of these states are equally valid and valuable. They are simply there, like sounds of birds or sensations of cold or warmth.
Open your eyes. This perception is also part of your stream of consciousness.
Can you recognize these different elements of your stream? Can you observe how they appear and disappear without any intervention of your own?
Indeed, everything you know is merely an internal representation, constructed by your brain. None of it is true objective reality; none of it exists in the same way in another person. It is your unique representation of reality, existing solely within you, only with you.
Now, begin your walk, or open your perception while sitting in a café, perhaps. Take just 5 minutes to observe what surrounds you.
Alright. How did you feel during this? Did you notice how complex and diverse this world is? Did you perhaps even experience a moment of fascination or bliss? It is not esoterically obscured but rather rationally well-founded to say: you are not a separate part, detached from this fascinating world. You are this world, you are the universe, like everything around you.
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Im letzten Selbstexperiment haben wir versucht dir einen Impuls zu geben, der dein Ego etwas in Frage stellen soll. Aber wieso so klein denken? Lass uns diese Idee auf das Universum, auf die Welt um dich herum übertragen.
Wie immer brauchst du dafür nichts anderes als nur dich selbst. Du kannst dich überall befinden, es muss dafür nicht leise oder dunkel sein. Ganz im Gegenteil: Es funktioniert besser, wenn man viele Eindrücke um sich herum sammeln kann, so wie bei einem Spaziergang.
Versuche, bevor du beginnst (beispielsweise deinen Spaziergang antrittst), deine Gedanken, Gedanken sein zu lassen. Begleite sie auf ihrem Weg der Entstehung bis hin zum willkürlichen Verschwinden. Bewerte sie nicht, sondern lass sie einfach sein. Dazu ist es hilfreich, die Augen eine Weile geschlossen zu halten. Wenn sie geschlossen sind, höre und fühle, was in deinem Bewusstseinsstrom auftaucht. Was erscheint neben den Gedanken? Vielleicht bist du glücklich und energiegeladen, vielleicht aber auch müde, schlecht gelaunt oder gar depressiv – alles davon ist gleich gut, oder gleich schlecht, es ist einfach nur da. So wie Geräusche oder Empfindungen von Kälte oder Wärme.
Öffne die Augen. Auch diese Wahrnehmung ist Teil deines Bewusstseinsstroms.
Kannst du diese verschiedenen Teile deines Stroms erkennen? Kannst du wahrnehmen, wie sie auftauchen und verschwinden, ganz ohne dein Zutun?
Dennoch ist alles, wirklich alles, was du kennst, nur eine interne Darstellung, konstruiert durch dein Gehirn. Nichts davon ist eine wahrhaft objektive Realität, nichts davon ist auch nur in einem anderen Menschen in der gleichen Art aufzufinden, sondern deine, und zwar nur deine Darstellung der Realität. Sie existiert nur in dir, nur mit dir.
Beginne jetzt deinen Spaziergang, oder öffne deine Wahrnehmung, während du vielleicht in einem Cafe sitzt. Nimm für nur 5 Minuten wahr, was dich umgibt.
Ok. Wie hast du dich dabei gefühlt? Hast du wahrgenommen, wie komplex, wie vielfältig diese Welt ist? Hattest du vielleicht sogar einen Moment der Faszination? Es ist nicht esoterisch verklärt, sondern rational wohlbegründet zu sagen: du bist kein separater Teil, getrennt von dieser faszinierenden Welt. Du bist diese Welt, nicht zu unterscheiden von ihr.
